Titanventile

Warum Titan?

Aufgrund seiner geringen Dichte, hohen Festigkeit und ausgezeichneten Korrosionsbeständigkeit verwenden wir Titan für unsere Drehventile.

Mit einer Dichte von nur 4,43 g/cm³ wiegt Titan etwa halb so viel wie die traditionell verwendeten Werkstoffe Messing (8,5 g/cm³) oder Bronze (8,7 g/cm³). Dadurch wird die bewegte Masse des Ventils deutlich reduziert.

Die geringere bewegte Masse unterstützt eine leichtgängige Funktion und ermöglicht eine präzise Abstimmung des Federdrucks. Besonders bei größeren Instrumenten macht sich dieser Vorteil bemerkbar.

So wiegt beispielsweise ein Baritondrehventil aus Titan nur etwa so viel wie ein Trompetendrehventil aus Messing.

Für unsere Ventile verwenden wir Titan Grade 5 (Ti6Al4V), einen Werkstoff, der aufgrund seiner Eigenschaften auch in der Medizin-, Luft- und Raumfahrttechnik eingesetzt wird.

Messing drehventil mit Centralschmiersystem und Titan drehventil nebeneinander
Trompetenventile aus Messing (links) und Titan (rechts)

Hygiene

Das Innere eines Instruments bleibt meist verborgen. Bei den Überholungen unserer Instrumente erhalten wir jedoch regelmäßig Einblicke in deren Zustand nach vielen Jahren des Einsatzes.

Auf den Bildern ist links ein Messingventil nach zwei Jahren Nutzung und rechts ein Titanventil nach fünf Jahren Nutzung zu sehen.

Deutlich erkennbar ist, dass sich auf der Titanoberfläche aufgrund der hohen Korrosionsbeständigkeit deutlich weniger Ablagerungen bilden. Dies trägt zu einer dauerhaft sauberen Oberfläche und gleichbleibenden Eigenschaften des Ventils bei.

Nicht ohne Grund wird Titan aufgrund seiner hervorragenden Biokompatibilität und Korrosionsbeständigkeit auch in der Medizintechnik, beispielsweise für künstliche Gelenke, eingesetzt.

Messingdrehventil nach 2 Jahren Nutzung
Messingventil nach 2 Jahren
Drehventil aus Titan nach 5 Jahren Benutzung
Titanventil nach 5 Jahren